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Ordo Vitutum - Das Spiel der Kräfte
von Hildegard von Bingen (1151)

Inhalt
Im Mittelpunkt des visionären Dramas steht die menschliche Seele, die den Zusammenprall zwischen sich, den himmlischen Mächten und der Unterwelt erlebt. Zunächst möchte die Seele zu den Tugenden emporsteigen. Bevor die Seele jedoch von den Himmelsbewohnern in Empfang genommen werden kann, erringt der Teufel ihre Aufmerksamkeit indem er ihr verspricht, großes Ansehen in der Welt zu erlangen. Der Teufel bestätigt die nun unglückliche Seele in der Sinnlosigkeit ihres bisherigen Bemühens. Sie geht auf sein Angebot ein und streift ihre "Unschuld" ab. Die Tugenden leiden unter dem Verlust einer jeden Seele und beklagen bitter den Sieg des Teufels. Obwohl er sie mit Beschimpfungen überhäuft, kann er ihnen dennoch nichts anhaben. Die Tugenden bewegen sich gemeinsam und feiern ihren seeligen Zustand. Die verführte Seele kehrt zurück und wird nun von den Himmelsbewohnern aufgenommen.

Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse
Im Laufe ihres Lebens gelang es Hildegard von Bingen, gegen den Willen des Abtes von Disibodenberg auf dem Rupertsberg bei Bingen ein unabhängiges Kloster zu gründen, dessen Bau sie persönlich leitete. Im Jahre 1152 weihte der Erzbischof von Mainz die Klosterkirche am Rupertsberg. Zum Anlass dieser Feierlichkeiten entstand vermutlich das Mysterienspiel ORDO VIRTUTUM. Von den fünfzig im Kloster lebenden Frauen, sangen sechzehn die Rollen der "göttlichen Kräfte" (Virtutes). Die Sprechrolle des Teufels (Diabolus) übernahm der einzige Mann in dieser Klostergemeinschaft, der auch gleichzeitig Hildegard von Bingens Sekretär war. Dem Teufel wurde jeder musikalische Ausdruck verweigert. Durch sein bloßes Vorhandensein ist er der Feind der Harmonie und trachtet danach, sie auch den Menschen zu rauben. Seine schrille Sprache wird immer als Störung der göttlichen, durch die Musik erschaffenen Welt erfahren.

Gefördert aus Mitteln des Haupstadtkulturfonds und dem Fond für Darstellende Künste e.V.